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30. Mai 2011, 00:15

Kein Rezept gegen die Legionäre

Zurich Renegades - Basel Gladiators 13-27 (7:14)

Die Zurich Renegades fanden heute Nachmittag kein Rezept gegen die cleveren Legionäre der Gladiators. Die Basler zwangen den Zürchern von Anfang an ein Laufspiel auf, dass deb Zürchern pberhaupt nicht behagte. So rannten sie von Anfang an den Baslern hinterher. Herausragender Spieler auf Basler Seite waren die Nr. 1 Clinton Graham und die Nr. 3 Jaz Thompson. Das Team von Dwaine Wood ist seit letztem Wochenende in Chur zum Höhenflug gestartet und man darf sich nicht verwundern, die Gladiatoren wieder im Final vorzufinden.

Zürich, 29.5.11 mk (mk) Die Partie begann für die Renegades verheissungsvoll. Bereits im dritten Versuch landeten die Blauen einen Touch Down. Wer jetzt aber glaubte, der Match entwickelte sich weiter zu Gunsten der Zürcher, der hat in diesem Moment falsch gerechnet. Im Gegenteil, die Basler erwachten aus dem Mittagsschlaf und begannen von nun an die Zürcher zu beschäftigen. Sie zwangen den Renegades ihr Spiel auf, was ihr Gegner dazu verleitete, statt dem gewohnten Passspiel ebenfalls zu laufen. Mit dem Unterschied, dass die Gladiators bessere Ballträger besassen und so die Renegades mürbe machten. Man könnte auch sagen:"In die Falle getappt!" Dieses beidseitige Laufspiel wirkte sich auch auf die Spiellänge aus, und dies wussten die Violetten genau. So gaben sie extra Gas und die Gesamtspielzeit betrug unter dem Strich 2Std. und 6 Minuten!!

Clinton Graham der Wühler

Massgeblich am aufdrängen dieses Spieles war Schlitzohr Clinton Graham. Er, der immer wieder die gesamte Defens der Renegades beschäftigte wühlte sich mindestens zwanzig Mal gerade durch die Mitte. Das machte nicht nur Müde, sondern zerstörte jegliche Hoffnungen im Zürcher Spiel. Man fragte sich natürlich, wo sind die schönen Passspielzüge der Renegades, wie sie in Bern geworfen wurden geblieben? Hauptverantwortliche waren aber die Gladiators, die geschickt die Fäden in den eigenen Händen hielten und so nach dem Ausgleich nie mehr Gefahr liefen, das Spiel zu verlieren.

Chris Markey war gut aufgehoben

In den ersten Minuten entwischte der Kanadier einmal, dies war es dann auch schon. Die restliche Spielzeit wurde er gut bewacht, so dass es ihm nie mehr richtig gelang zum Spiel zurückzufinden. Ebenso blockierten die Basler die Zürcher Schaltstation, QB Perry Patterson gänzlich, so dass dieser nie richtig zum werfen kam. Die Frage wäre jetzt noch, sind die Gladiators so gut oder hatten die Zürcher einen rabenschwarzen Tag?

Das Spielleistung in Chur hat sich auch heute bestätigt

Dass die Gladiators verwandelt sind, hat sich schon im Spiel am letzten Sonntag in Chur gezeigt, so tippte der Fachmann heute auf Sieg. Und die Skeptiker wurden eines besseren belehrt.

Nicht nur eine handvoll Gold - sondern eine ganze Mannschaft Edelsteine

Auch wenn die Gladiators nach wie vor lieber das direkte Spiel bevorzugen (In Chur wurde auch Pass gespielt) stecken neben den Stars viele gute Spieler im Team. Klar, Jaz Thompson war auch heute eine Legende. Zusammen mit Clinton Graham bestimmte er über weite Strecken das heutige Spielgeschehen. Aufgefallen und einen tollen Match lieferten auch die Nr. 5 und Alexander Giannios. Claudio Meier spielte wieder eine sehr gute Partie. Der Rest der Mannschaft harmonierte gut und gab den wichtigen Rückhalt mit seriöser Spielweise und sicherem Rückhalt.

Interview mit Dwaine Wood, Headcoach Basel Gladiators.

SPH: Was war der Schlüssel zum Erfolg heute?
DW: Ganz klar, dass wir den Zürchern unser Spiel aufdrängen konnten, so konnten wir sie gut führen und im Griff halten.
SPH: Wieso haben die Renegades nicht auf die immer gleichen Fehler reagiert? Wieso wurde kein Rezept gefunden?
DW: Das ist schwierig. Wir liessen den Renegades auch keine Zeit dazu. Sie liefen sich immer wieder in unserer Defense fest und wenn wir den Spielball hatten, zwangen wir Ihnen immer wieder unser Spiel auf. Das direkte Spiel machte ihnen sichtlich Mühe. Aber warte nur, in einer Woche werden sie es anders machen. SPH: Wie siehst Du den weiteren Verlauf der Meisterschaft? DW: Wir sind jetzt drei Teams mit sechs Punkten, alles ist wieder für die Play-Off's offen. Ich denke, wir werdens packen. SPH: Wie ist die Mannschaft plötzlich so gut und homogen geworden? DW: Neben unseren Stars Jaz und Clinton glauben alle an den Erfolg und setzen sich dafür ein, ich sehe jeden Abend die meisten Jungs im Training, sei dies im Kraftraum, beim Laufen oder im Mannschaftstraining. Jeder mach Zusatz. SPH: Das kann ja noch nicht alles sein, oder? DW: Ja, wir reden miteinander und verstehen uns ganz einfach prächtig.

Sportplatz Witikon
Zuschauer: 150

Die Zurich Renegades schlagen die Basel Gladiators Junioren mit 34-21.

Leserkommentare (10) »

Mister Wunderman Jaz Thompson.

Clinton Graham. Der Motor der Basel Gladiators.

 

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